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Aktuelles:

MUDr./Univ. Kosice Josef Simon ist seid diesem Frühjahr im Ruhestand.

Praxis & Medizin

Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)

Als Enteritis (Synonyme: Darmkatarrh; Enterokolitis; Enterorrhoe; Gastroenteritiden; Gastroenteritis; Ileitis; Ileokolitis; Ileumentzündung; Jejunitis; Noroviren; Norovirusinfektionen; pseudomembranöse Enterokolitis; Rotavirus; Salmonellen; Shigellen; spastische Enterokolitis; Yersinia enterocolitica; enterohämorrhagische Colitis; Diarrhoe und Gastroenteritis, vermutlich infektiösen Ursprungs) wird eine entzündliche Erkrankung des Dünndarms bezeichnet, welche meist durch eine Infektion hervorgerufen wird. Eine Mitbeteiligung von Magen (Gastroenteritis) oder Dickdarm (Enterokolitis) ist möglich.

Eine Magen-Darm-Grippe kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Die Gastroenteritis wird in den meisten Fällen durch Viren verursacht, aber auch Bakterien, Protozoen und Helminthen (Würmer) können zu einer infektiösen Gastroenteritis führen.

Folgende Symptome und Beschwerden können auf eine Dünndarmentzündung bzw. Magen-Darm-Grippe oder hinweisen:

  • Diarrhoe (Durchfall; meist wässrige Durchfälle)
  • Krampfartige Bauchschmerzen
  • Blut im Stuhl (Hämatochezie)
  • Schleim im Stuhl
  • Erbrechen, Nausea (Übelkeit); Bei schwallartigem Erbrechen und Auftreten in den Wintermonaten häufig Magen-Darm-Infektion durch das Norovirus
  • Fieber

Zur Prävention Dünndarmentzündungen bzw. Magen-Darm-Grippe oder Dünndarm-Dickdarm-Entzündungen muss auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden:

  • Ernährung:
    • Verzehr roher Lebensmittel – z. B. Eier, Fleisch, Fisch (Salmonellen) oder verdorbener Lebensmittel, z. B. zu lange in warmer Umgebung stehen gelassener Kartoffelsalat
    • Sehr kalte Speisen
    • Bei Nahrungsmittelallergie – Verzehr Allergie-auslösender Lebensmittel wie Milch, Ei, Schokolade, Hefe, Nüsse, Käse, Fisch, Früchte, Gemüse
    • Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe)
  • Reduzierter Allgemeinzustand – z. B. Untergewicht
  • Alkoholkonsum (Männer: max. 25 g Alkohol pro Tag; Frauen: max. 12 g Alkohol pro Tag)
  • Antibiotika – eine nicht adäquate und ungezielte Antibiotika-Behandlung kann zu einer Verschiebung der Darmflora und damit in der Folge zu Enteritiden (Darmentzündungen) führen

Allgemeine Hygienemaßnahmen
Vor der Zubereitung frischer Lebensmittel müssen die Hände mindestens 30 Sekunden mit Wasser und Seife gewaschen werden!

Es gilt es weiteren, Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich zu waschen, zu schälen oder auch durchzugaren (erhitzen auf min. 60 °C Kerntemperatur). Diese Regel sollte insbesondere in fremden Ländern und bei unbekannter Herkunft der Lebensmittel eingehalten werden.

Rohkost muss immer – unabhängig von Ort und Herkunft – unter fließendem Wasser abgerieben werden, ggf. eine Gemüsebürste dazu verwenden. Kein Handtuch zum Abtrocknen verwenden, sondern ausschließlich Küchentücher aus Papier.

Nicht verwendet werden dürfen Schneidebretter aus Holz (wegen Risiko der Bakterienbesiedlung).

Weitere Präventionshinweise:

  • Betroffene sollten eigene Handtücher haben.
  • Kinder sollten während der Durchfallerkrankung nicht in eine Betreuungseinrichtung bwz. Schule geschickt werden. Erst wieder, wenn der letzte Durchfall mindestens 48 Stunden zurück liegt.
  • Bis zu zwei Wochen nach dem letzten Durchfall sollte auf Besuche im Schwimmbad verzichtet werden.

Falls Sie sich zu weiteren möglichen Therapie- und Präventionsmaßnahmen informieren möchten, sprechen Sie uns an!

Ihre Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin Dres. Simon